Mach dein Selbstbild wondertastic – 12 Tipps für dich

Magst du dich? Also so wirklich? Wenn du das nicht eindeutig mit „JA“ beantworten kannst habe ich zwei gute Nachrichten für dich: 1. Du kannst es lernen und 2. Ich habe hier 12 konkrete Tipps, WIE du es lernen kannst.

Wie wir uns selber sehen und wie sehr wir uns mögen ist so entscheidend dafür, wie es uns geht, welche Beziehungen wir eingehen, wie wir auf andere wirken, welche Chancen wir annehmen und welche nicht. In allen Lebensbereichen ist es von Vorteil, wenn wir uns und unsere Stärken und Schwächen kennen und mögen. Wenn wir mit uns im Reinen sind, gehen wir ganz anders durch die Welt. Wir sind offener, wissen besser was wir brauchen und bekommen eher was wir wollen, einfach weil wir es uns wert sind dafür zu kämpfen. Wir trauen uns mehr weil wir uns mehr zutrauen. Wir lassen uns nicht so schnell verunsichern und sind einfach glücklicher weil wir uns selbst wertschätzen.

Egal ob du nur mit Kleinigkeiten an dir unzufrieden bist oder ständig an dir rummäkelst. Du kannst es Schritt für Schritt verändern. Die folgenden 12 Tipps helfen dir auf diesem Weg. Viel Spaß beim Lesen.

[bctt tweet="Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft. --- Oscar Wilde"]

1. Dein Wert als Mensch

Dein Wert als Mensch hängt nur von einer Sache ab: Davon, dass du ein Mensch bist. Es ist nicht relevant was du kannst, hast oder weißt. Es ist nicht wichtig ob du klein, groß, blond, brünett, intelligent, bildungsresistent, humorvoll oder grummelig bist. Es ist nichtmal wichtig, ob du nett bist oder nicht. Auch nicht, ob du große Dinge vollbringst oder gar nichts. Du als Mensch bist wertvoll einfach weil du Mensch bist. Und auch Gutmenschen sind nicht wertvoller als Verbrecher. Eine meiner größten Lektionen habe ich gelernt, als ich überfallen und fast umgebracht wurde. Dieser Mensch ist nicht weniger Wert als ich.

Trenne deinen Wert als Mensch von dem was du bist, hast und weißt. Du als Mensch bist wertvoll. Punkt.

2. Das Schöne in anderen Menschen sehen

In Phasen in denen ich mich nicht mag, gibt es für mich eine Sache die am schnellsten wirkt: das Gute und Schöne in anderen Menschen sehen. Bei jedem Menschen der mir den Tag über begegnet, suche ich dann nach mindestens einer Sache, die ich toll finde. Ja, das sind oft Äußerlichkeiten. Aber es richtet den Blick weg von den Makeln hin zu den schönen Seiten. Und wenn man den ganzen Tag über nach den schönen Seiten der anderen Menschen gesucht hat, kann man sie bei sich selber plötzlich auch viel leichter finden.

Unsere Energie geht dahin, wo unser Fokus liegt. Wenn du also an dir grad nur die schlechten Seiten sehen kannst, dann ist dein Fokus darauf gerichtet. Ändere deinen Fokus und du kannst die schönen Dinge wieder viel leichter sehen. Verfalle bei diesem Punkt nicht ins Vergleichen sondern betrachte die schönen Seiten der anderen völlig losgelöst von dir und deinen Eigenschaften.

3. Mach dir bewusst: du siehst dich nicht vollständig

Im letzten Artikel über Toleranz habe ich schon erwähnt, dass wir nie die vollständige Version von etwas oder jemandem sehen. Wir sehen immer nur einen Teil. Und dieser für uns sichtbare Teil ist abhängig davon, wie wir grad sind. Mach dir bewusst, dass du dich nicht in deiner vollständigen Großartigkeit siehst, sondern nur einen Teil davon. Das lässt so viel Raum für unentdeckte Eigenschaften und auch für Veränderungen. Hör dich mal um, was andere über dich sagen und ergänze vielleicht dein Bild von dir selbst. Sei dir dabei aber auch bewusst, dass das was die anderen an dir sehen nicht die absolute Wahrheit ist, sondern daraus entsteht, wie diese Person derzeit ist.

4. Führe ein Erfolgstagebuch

Eins meiner absoluten Lieblingstools ist das Erfolgstagebuch. Es hilft sowohl kurzfristig als auch langfristig und jeder kann es so gestalten und anwenden, wie es für ihn passt.

Worum geht es bei einem Erfolgstagebuch? Vor allem darum, sich seine Erfolge bewusst zu machen und diese auch zu feiern. Insbesondere die kleinen aber so wertvollen Erfolge des Alltags gehen in selbigem oft unter. Das ist schade, denn sie sind eine wunderbare Quelle für ein wachsendes Selbstbewusstsein.

Ich persönliche mag das tägliche Aufschreiben der kleinen und großen Aufgaben meines Tages. Ich frage mich dann immer: „Was habe ich heute besonders gut hinbekommen? Worauf kann ich stolz sein?“. Viele machen es aber auch einmal die Woche oder am Ende des Monats. Du kannst hier einfach ausprobieren, was sich für dich am besten anfühlt, den größten Effekt hat und am besten zu dir und deiner Tagesgestaltung passt.

Ich präferiere auch das Aufschreiben mit der Hand. Also mit Stift und Papier. Egal ob im Bullet Journal, in deinem Tagebuch, deinem Kalender, einem extra Büchlein oder wo immer es für dich passt. Wenn wir mit der Hand schreiben, hat es einfach einen ganz anderen Effekt als an PC oder Handy. Es ist näher und geht tiefer. Bevor du es aber gar nicht machst weil es nicht zu dir passt oder aus welchen Gründen auch immer, schreibe es in eine Notizapp im Handy oder nimm es als Audioaufnahme auf. Probiere einfach ein wenig rum und finde den für dich passenden Weg.

„Erfolg bringt Freude für neuen Erfolg, der neue Freude bringt.“
Manfred Hinrich

Ein sehr guter Start in das Erfolgstagebuch ist eine Liste aller bisheriger Erfolge. Schreib mal alles auf was du geschafft hast. Alles was du gelernt hast. Was du gut gemeistert hast. Worauf du stolz bist. Wofür andere dich bewundern. Wo du anfangs dachtest, das schaffst du niemals. Nicht nur die großen Erfolge, sondern auch die Kleinen. Am Anfang fallen einem da oft nicht so viele Sachen ein. Aber wenn du erst einmal anfängst zu schreiben, wird deine Liste am Ende ganz sicher ziemlich lang werden. Und dann schau dir diese Liste an und feier dich dafür. Das alles hast du geschafft!

5. Dankbarkeit leben

Dankbarkeit ist etwas so wundervolles. Wenn du dankbar bist, haben zeitgleich negative Gedanken keine Chance. Du schaffst also einen kleinen Raum, in dem du dich selber nicht schlecht machen kannst. Gleichzeitig entsteht dieses Gefühl ja in dir. Du erzeugst also etwas Wundervolles und tust dir selbst etwas Gutes. Das ist Balsam für dein Selbstbild, deine Selbstvertrauen und deinen Selbstwert.

Wie funktioniert Dankbarkeit? Einfach in dem du dich fragst „Wofür bin ich jetzt dankbar?“. Und das können ganz verschiedene Dinge sein. Die frische Luft zum Atmen. Das gemütliche Bett. Die/der tolle Partner/in. Die liebevolle Freundin. Deine Gesundheit. Deine Wohnung. Deine Familie. Dein Gehirn mit seinen unglaublichen Fähigkeiten. Dein Herz, welches jeden Moment deines Lebens für dich schlägt. Das amüsante Gespräch. Der liebe Kommentar. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Spüre einfach in dich hinein. Irgendetwas wirst du immer finden. Da bin ich mir ganz sicher. Denn selbst in den dunkelsten Stunden hast du ein Herz, das für dich schlägt und Luft zum Atmen.

Es gibt auch keine Regel, wann du Dankbarkeit in deinen Tag einbauen sollst. Ob morgens direkt nach dem Aufwachen oder unter der Dusche, oder abends zusammen mit dem Aufschreiben der Erfolge. Finde deinen Weg der zu dir passt. Kleiner Tipp wann Dankbarkeit immer super ist: Wenn grad alles schief läuft, du traurig oder wütend bist oder wenn du dich gerade über etwas beschwerst. Das ist nicht leicht, bewirkt aber Wunder. Probier es einfach mal aus.

6. Berücksichtige deine Bedürfnisse

Kennst du deine Bedürfnisse? Weißt du, was du brauchst, damit es dir gut geht und du das schaffen kannst, was du möchtest? Wieviel Schlaf brauchst du? Welches Essen tut dir gut? Welche Menschen magst du um dich herum haben? Magst du beim Autofahren Musik hören oder ist sie nur aus Gewohnheit an? Wieviel Zeit brauchst du für dich? Ich könnte diese Art der Fragen unendlich weiter stellen. Unsere eigenen Bedürfnisse sind so wichtig. Denn wenn wir sie missachten, verlieren wir Energie. Und wenn du deine eigenen Bedürfnisse nicht berücksichtigst, sagst du jedes Mal zu dir selber: „Etwas anderes ist wichtiger als meine Bedürfnisse!“. Für dein Selbstwertgefühl ist das alles andere als förderlich. Es ist katastrophal. Denn du zeigst dir selber, dass du es nicht Wert bist auf dich zu achten.

Um deine Bedürfnisse zu berücksichtigen musst du sie jedoch erstmal kennenlernen. Da dies ein ganz eigenes Thema ist, kommt dazu in den nächsten Tagen ein eigener Artikel. Wenn du deine Bedürfnisse kennst, kannst du auch viel besser entscheiden, wann du sie vielleicht bewusst einmal ein wenig in den Hintergrund rückst und wie du sie später auf andere Weise erfüllen kannst. Deine sozialen Beziehungen profitieren also auch davon, denn du kannst einfach bewusster kommunizieren was du brauchst und bewusst entscheiden, wo du auch Kompromisse eingehen magst.

7. Hör auf dich zu vergleichen

Dieser Punkt ist einfach aber nicht leicht. Einfach deshalb, weil du einfach nur aufhören musst dich mit anderen zu vergleichen. Nicht leicht, weil wir es so oft tun und meist erst zu spät oder gar nicht mitbekommen. Vergleichst du Äpfel mit Birnen? Die einen mögen Äpfel lieber, die anderen Birnen. Was ist nun besser? Keines, sie sind beide toll nur mag sie nicht jeder. Für mich muss eine Birne zum Beispiel saftig und süß sein, ein Apfel hingegen schön knackig. Vergleiche bringen da gar nichts. Genauso ist es bei uns Menschen. Es ergibt einfach keinen Sinn, Menschen zu vergleichen. Wir alle sind individuell, haben unsere ganz eigenen Stärken und Macken. Und was der eine mag findet der andere ganz schrecklich. Also hör auf damit. Lass es einfach. Wenn du merkst, dass du dich vergleichst dann sag einfach innerlich „STOP“. Du liebst es zu vergleichen? Dann vergleiche dich mit deinem gestrigen Ich. Aber bitte liebevoll. Du bist toll, so wie du bist!

[bctt tweet="Alle Not kommt vom Vergleichen! --- Søren Aabye Kierkegaard "]

8. Erkunde deinen Körper

Ja, das meine ich genau so. Erkunde deinen Körper. Wie fühlt er sich an? Welche Berührungen magst du und welche eher nicht? Krieche unter die warme Bettdecke, schließe die Augen und nimm dir Zeit deinen Körper zu spüren. Insbesondere wenn ich mich mit meiner Figur mal nicht wohl fühle ist es so wunderschön meinen zu spüren ohne ihn zu werten. Der Bauch ist dann nicht zu dick sondern wundervoll weich. Die Haut direkt über den Knochen besonders empfindsam. Nimm dir Zeit für dich und zeige dir, wie wundervoll dein Körper ist.

Das hat in erster Linie nichts mit Selbstbefriedigung zu tun. Du kannst es jedoch verbinden. Denn was gibt es Schöneres als dir selber einen Orgasmus zu schenken? Egal ob als Single oder in einer Beziehung, Selbstbefriedigung ist ein wunderbarer Weg der Selbstwertschätzung. Und ganz nebenbei verbesserst du dein Sexleben wenn du weißt, was du magst und brauchst. Also ab unter die Bettdecke und genießen.

9. Zeige dich im Außen

Was ist deine Lieblingsfarbe? Erkennt man die an deiner Kleidung, deinen Räumen und sonstigen Gegenständen? Welche Themen magst du gerne? Findet man die in deinen Räumen wieder? Hast du ein Hobby? Spiegelt sich das in deinem Umfeld? Zeige das was dir wichtig ist und was du gerne magst. Zolle dieser Liebe, Leidenschaft oder Begeisterung ein wenig Respekt und steh zu ihr. Zeig dich im Außen. Je nachdem was das ist, kann das ganz unterschiedlich aussehen. Kleines Beispiel gefällig? Jeder der sich in meiner Wohnung aufhält kann unzählige Dinge über mich erfahren. Welche Themen ich spannend finde, dass ich Zebras mag und dass meine Lieblingsfarbe Türkis ist. Das kannst du sogar hier auf der Seite sehen.

Zeige dich im Außen. Du bist toll mit deinen Eigenheiten und dem was dir wichtig ist. Mach dein Umfeld so, dass es zu dir passt und du dich wohl fühlst. Du bist es wert genau dieses Umfeld zu haben.

10. Triff Entscheidungen

Triff Entscheidungen. Werde aktiv. Nimm dein Leben in die Hand. Entscheidungen zu treffen gibt uns das Gefühl, Macht über unser eigenes Leben zu haben. Du kannst mitentscheiden und bist nicht anderen ausgeliefert. Für dein Selbstbild ist das enorm wichtig.

Kennst du die Menschen, die sich nie entscheiden können und sich immer den Entscheidungen der anderen anschließen? Irgendwann verlieren wir meist ein wenig Respekt diesen Menschen gegenüber. Genau das Gleiche passiert bei uns selber. Wenn du immer anderen die Entscheidung überlässt, dann nimmst du dich und deine Meinung nicht ernst. Und das ist Gift für dein Selbstbild. Also geh los und triff Entscheidungen. Es müssen gar keine großen Entscheidungen sein. Aber triff sie bewusst und übernimm damit Verantwortung für dein Leben. Und zwar jeden Tag.

11. Vertraue dir wieder

Kennst du Menschen, die ständig etwas versprechen es aber nie halten? Vertraust du auf das was sie sagen? Vermutlich eher nicht. Genauso geht es uns mit unseren eigenen Versprechen. Wie sollst du dir selbst vertrauen und ein Selbstvertrauen entwickeln, wenn du deine Versprechen ständig brichst? Überlege dir daher sehr genau, was du dir versprichst. Und dann zieh es durch. Du bist es wert, dass du bekommst, was dir versprochen wurde. Lerne dir selbst wieder zu vertrauen.

12. Mach die beste Version deiner selbst zu deinem Mentor

Kannst du dir die beste Version deiner selbst vorstellen? Wie wärst du, wenn du all die Energie hast die du dir wünschst. All deine Träume verfolgst und gegen Kritiker verteidigst. Wenn du nicht mehr an dir zweifelst sondern das umsetzt, was dir wichtig ist. Du an dich glaubst und zu deinen Entscheidungen stehst. Wenn du deine Bedürfnisse berücksichtigst. Wenn du in deiner vollen Großartigkeit bist. Wie ist die beste Version deiner selbst? Stell dir einmal für einige Situationen vor, wie deine beste Version sich verhalten würde.

Und dann nimm diese beste Version deiner selbst und mache sie zu deinem Mentor. Frag sie um Rat. Nimm ihre Tipps an. Wachse durch sie. Wachse langsam in sie hinein. Lerne von ihr. Diese beste Version deiner Selbst ist bereits in dir und du kannst jeden Tag ein bisschen mehr zu ihr werden. Und indem du dir selber Ratschläge gibst und diese annimmst, wertschätzt du dich doppelt. Für dein Selbstbewusstsein, deinen Selbstwert und dein Selbstvertrauen bewirkt das Wunder. Probiere es aus. Jeden Tag ein kleines bisschen.

+1 Wie sprichst du mit dir selber?

Einen kleinen Bonustipp habe ich noch für dich. Achte einmal darauf, wie du mit dir sprichst. Oft würden wir das, was wir uns selber sagen weder unseren besten Freunden noch fremden Menschen in der U-Bahn sagen. Warum also sprichst du mit dir so? Achte auf deine Worte. Wenn du merkst, dass du wieder einmal schlecht, verletzend und gemein zu dir selber sprichst, dann nimm dich innerlich in den Arm, entschuldige dich bei dir selber und sag es noch einmal so, wie du es deiner besten Freundin oder deinem besten Freund sagen würdest. Oft ist uns gar nicht bewusst, wie wir mit uns selber sprechen. Doch unser Unterbewusstsein bekommt es mit und nimmt es ernst. Achte auf deine Worte. Sprich zu dir selbst wie zu guten Freunden.

Dein nächster Schritt:

Suche dir einen oder mehrere Tipps raus. Nimm entweder die, die dir am meisten zusagen, auf die du am meisten Lust hast oder die, bei denen du den größten Widerstand, vielleicht sogar Angst verspürst. Und sei liebevoll zu dir selber beim Üben. Du wirst es nicht schneller lernen wenn du dich unter Druck setzt oder dir Vorwürfe machst.

Welchen der Tipps hast du dir ausgesucht? Verrate es mir in den Kommentaren.

Alles Liebe, deine Esther

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